Werde zum "Zutatenlisten-Checker" - es lohnt sich wirklich!

Bei vielen Zusatzstoffen ist (noch) nicht klar, welche gesundheitlichen Auswirkungen sie haben können.

 

Zum Beispiel stuft die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit nun nach einer neuen Bewertung den weißen Farbstoff Titandioxid (E171) nicht mehr als sicher ein: denn es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dieser unsere Zellen schädigt.

Dieser weiße Farbstoff Titandioxid (E171) ist in vielen Kaugummis, Bonbons, aber auch Backwaren und Soßen etc. enthalten - und für eine Übergangszeit noch ohne Beschränkung zugelassen.

Und er ist nur ein Beispiel für eine Vielzahl von Zusatzstoffen, so sind darüber hinaus einigen Kaugummis auch hormonell wirksame Stoffe beigefügt, z.B. E320 oder E321.

Meine Empfehlung:

Reduziere konsequent industriell verarbeitete Lebensmittel mit vielen Zusatz-, Farb- und Konservierungsstoffen.

 

  • Augen auf,
  • Lupe oder Lesebrille raus und
  • werde zum Profi beim Lesen der Zutatenliste.

Das gilt auch für Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe - weniger ist hier mehr. Diese Stoffe können den Zuckerstoffwechsel stören und stehen im Verdacht unsere Darmbakterien negativ zu beeinflussen. In Studien wurde nachgewiesen, dass Süßstoffe das Wachstum bestimmter Darmbakterien fördern, die die Aufnahme von Zucker ins Blut steigern.

Verwende natürliche, einfache Lebensmittel.

Es geht nicht um einzelne Nährstoffe, sondern um “echtes“ Essen, zubereitet aus natürlichen Zutaten. Eine Studie aus 2019 von Kevin Hall (US-Forscher) bestätigt dies drastisch: 

  • Teilnehmer, die industriell verarbeitetes Essen (Fertigprodukte, Wurst, Gebäck, Kekse, Brezen ...) zu sich nahmen, haben unbewusst mehr als notwendig gegessen und an Gewicht zugelegt,

  • Teilnehmer, die frisches, unverarbeitetes Essen (Gemüse, Eier, Obst, Fleisch, Fisch, Haferflocken ...) zu sich nahmen, haben ihr Körpergewicht reduziert und zwar ohne, dass diese Teilnehmer ihre Nahrungsaufnahme einschränkten.

Wie immer gilt: es geht nicht um 100% und "nie mehr eine Breze essen". Sondern darum, ein Gefühl zu bekommen, was in welchen Mengen gut tut und was eben nicht.

Lust auf schnelles Rezept ohne Zusatzstoffe?

Nudeln mit Avocado-Pesto - derzeit mein Lieblingsgericht.

Lieblingsnudeln kochen (am besten Vollkorn-, Hafer- oder Gemüsenudeln, aber auch Dinkel).
Währenddessen Pesto zubereiten:
  • ca 70 gr geriebener Parmesan
  • 15-20 Blätter Basilikum
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Avocado
  • 1 EL frischen Zitronensaft
  • nach Belieben 1 Knoblauchzehe

Käse, Kräuter, ggf. Knoblauch und Avocado im Mixer pürieren, Zitronensaft dazu und danach langsam 2 EL Leinöl dazugeben, vermengen sowie mit Salz und Pfeffer (nach Belieben auch zusätzlich etwas Cayennepfeffer) abschmecken.

 

Pesto über die gekochten Nudeln geben - und bitte keinerlei Gedanken wegen hohem Fettanteil oder Kohlehydrate machen, sondern bewusst schmecken lassen!

 

Die Reste des Pesto in ein sauberes Schraubglas füllen, mit Leinöl bedecken, verschließen und im Kühlschrank aufbewahren - am nächsten Tag als Dip mit Gurkensticks oder/und mit Vollkronbrot genießen. Lecker und so gesund.