Große Schritte? Kleine Schritte? Wie es mit Veränderungen klappt.

Wie erreichst Du Deine Ziele wirklich?

 

Soll es ganz schnell in großen Schritten gehen oder gehst Du mit einem Plan und vielen kleinen, konkreten Schritte vor? Hast Du Geduld?

 

Ich muss zugeben, Geduld gehört definitiv nicht zu meinen Stärken. Aber ich habe gelernt, wie unglaublich nützlich kleine, positive Gewohnheiten sein können. Das möchte ich gerne teilen.

Gewohnheiten - Dein Schlüssel zum Erfolg.

Gewohnheiten beruhen auf Erfahrungen und sind "Abkürzungen für die Lösung eines Problems" - sie erfolgen automatisch, ohne bewusstes Überlegen. Das ist hervoragend bei guten Gewohnheiten, aber negativ bei schlechten Gewohnheiten.

 

Unser Gehirn und Körper leistet unbewusst enorm viel, das bestätigen viele Forscher. Ganz egal ob nun 95 oder 99 % unbewusst erfolgen, das Unbewusste ist gewaltig. Stärkende Gewohnheiten sind somit unglaublich nützlich, denn sie erfolgen automatisch.

 

Wir verändern uns in den seltensten Fälle komplett per Knopfdruck und ganz spontan - viel zuverlässiger verändern wir unser Verhalten durch kleine Schritte, Tag für Tag, Gewohnheit für Gewohnheit. Diese kleinen Veränderungen bewirken mit der Zeit Großes - auch wenn es Geduld braucht, um es zu bemerken.

Und wie funktioniert es genau?

  1. Ein erste Schritt kann sein, zu klären "was will ich ganz konkret ändern, welche Gewohnheit und was genau will ich stattdessen tun"?

  2. Je genauer Du diesen Plan festlegst und klar definierst, desto einfacher funktioniert es - das sind die kleinen Schritten.

  3. Und am besten kombinierst Du Dein Vorgehen mit einem persönlichen "Erinnerungsanker", so wirst Du täglich daran erinnert.

 

Und nun weniger abstrakt erklärt, sondern an einem Beispiel:

Laut aktuellen Studien vergessen mehr als 50% der Arbeitnehmer bei Stress ausreichend Wasser zu trinken. Das beeinträchtigt Körper und Geist, macht stressanfälliger und auf die Dauer krank.


Die neue, positive Gewohnheit "ausreichend Wasser über den Tag verteilt trinken" zu festigen, ist deshalb mein Herzensthema bei so vielen Coachings. Aber das funktioniert nur mit einem ganz konkreter Plan und zwar individuell für jeden anders.

 

Nachfolgend ein paar Ideen - prüfe bitte, was zu Dir passen könnte.

 

Alternative 1:

  • Dein Plan: morgens beim Einschalten der Kaffeemaschine trinke ich 2 Gläser Wasser.
  • Verknüpft mit einem Erinnerungsanker: abends stelle ich die Wasserflasche neben die Kaffeemaschine.

 Alternative 2:

  • Dein Plan: morgens deponiere ich immer meine Wasserflasche gut sichtbar am Schreibtisch.
  • Verknüpft mit einem Erinnerungsanker: bei jedem Kaffee, den ich aus der Küche hole, trinke ich 2 Gläser Wasser oder kurz nach jedem Meeting trinke ich oder ...

Alternative  3:

  • Dein Plan: ich kaufe mir eine neue Wasser-Karaffe/-Flasche, die mir besonders gefällt. Und befülle diese jeden Morgen.
  • Verknüpft mit einem Erinnerungsanker: diese neue Flasche stelle ich immer gut sichtbar in meine Reichweite (wo könnte das bei Dir sein?).

Es ist wichtig, dass Du nach diesem Muster gute, genau für Dich passende Möglichkeiten findest. Hast Du schon Ideen?

 

Dein Verhalten lässt sich so durch Reize beeinflussen - nach ca. 2 bis 4 Wochen hast Du Dich daran gewöhnt, mehr Wasser zu trinken. Dein Körper hat sich umgestellt und Du hast nun eine neue, Dich stärkende Gewohnheit!

 

Und kannst Dir den nächsten Schritt überlegen - vielleicht "bewusster essen"? Ohne Handy?

 

Viel Freude beim Ausprobieren!